Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus wird in die zwei Hauptformen Typ 1 und Typ 2 Diabetes unterteilt. Der Unterschied aus medizinischer Sicht besteht darin, dass bei Typ 1 Diabetes die körpereigene Produktion von Insulin vollständig zum Erliegen gekommen ist und bei Typ 2 Diabetes der Körper nur noch ungenügend auf die körpereigene Insulinausschüttung reagiert (sog. Insulinresistenz).

Typ 1 Diabetes

Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, die überwiegend im Kinder-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter ausbricht. Bei Typ 1 Diabetes greift das körpereigne Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört diese vollständig. In Folge dessen kann die Bauchspeicheldrüse den Körper nicht mehr ausreichend mit Insulin versorgen (absoluter Insulinmangel) und die Blutzuckerwerte steigen an.
Im Gegensatz zum schleichenden Beginn des Typ 2 Diabetes beginnt der Typ 1 Diabetes meist sehr plötzlich. Großer Durst, Gewichtsverlust oder Müdigkeit sind typische Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten. Von den über 7 Millionen Diabetes-Patienten in Deutschland sind 5-10 % Typ 1 Diabetiker.

Typ 2 Diabetes

Bei den häufig übergewichtigen Betroffenen besteht ein relativer Insulinmangel. Das heißt, der Körper reagiert nur noch ungenügend auf die körpereigene Insulinausschüttung (sog. Insulinresistenz). Der erhöhte Blutzucker schädigt auf Dauer Blutgefäße und Nerven, was zu zahlreichen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschwäche führen kann.
In der Vergangenheit wurde der Typ 2 Diabetes häufig als "Alterszucker" bezeichnet, da vor allem ältere Menschen daran erkranken. Inzwischen sind in Folge von Übergewicht und Bewegungsmangel aber auch immer mehr junge Menschen von der Krankheit betroffen. In Deutschland leiden über 6 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 (90 % aller Diabetes-Erkrankungen). Typ 2 Diabetes beginnt schleichend und wird oft erst sehr spät erkannt.